Pesaro und Umgebung
Vom Hotel Bellevue lernt man den Reichtum der Landschaft, das kulturelle und gastronomische Erbe in der Umgebung von Pesaro schätzen: das Rossini Opern Festival, das herzögliche Urbino, die Burg von San Leo, die nicht weit entfernten Orte Gubbio und Assisi, die Tropfsteinhöhlen von Frasassi und weiter interessante gastronomische Routen des Hinterlands wie Acqualagna und Cagli, für Trüffel bekannt.
Pesaro - der Name wird von Pisaurum abgeleitet, antiker Name des Flusses Foglia – hat ein historisches Zentrum mit vielen gut erhaltenen, sehenswerten Monumenten und historischen Palästen; eine Faszination aus Kunst, Kultur und Tradition. Gioachino Rossini, dem großen Komponisten, der am 29. Februar 1792 in Pesaro geboren wurde, sind das Theater Rossini (zuerst Theater der Sonne genannt) und das Konservatorium G. Rossini, eröffnet im Jahre 1882 als Vermächtnis des Musikers und eines der berühmtesten staatlichen Musikhochschulen Italiens gewidmet. Berühmte Musiker und Komponisten wie Pietro Mascagni, dessen Schüler Riccardo Zandonai und Franco Alfano leiteten das Konservatorium. Das Geburtshaus von Rossini, heute ein Musuem und in der gleichnamigen Straße gelegen, erinnert an das Lebenswerk des genialen Musikers aus Pesaro. Auf der Piazza del Popolo mit seinem großen mit Seepferdchen und Tritonenhörnern geschmückten Brunnen aus dem 17. Jhr. befindet sich der elegante Herzogspalast (XV.-XVI. Jhr.), heute Sitz der Präfektur mit seinem zum Innenhof führenden Arkadenportikus. Zuerst Sitz der Sforza und anschließend der Della Rovere sind besondere Aufmerksamkeit innerhalb des Palastes dem Salone Metaurense mit seiner Kassettendecke, dem Salone Alabardieri und der Loggia del Genga (Balkon), ein Beispiel außergewöhnlicher Architektur und wunderbar mit erlesenem künstlerischen Geschmack dekoriert, schenken; ebenso der geheime Garten (Giardino segreto), versteckt und vertraulich. Aus dieser Epoche stammt auch der Bau der naheliegenden Verteidigungsburg Rocca Costanza, Baubeginn Anfang 1474. Pesaro ist auch für seine antike Majolika-Tradition, die auf das 16. Jhr. zurückzuführen ist, bekannt. Im Innern der städtischen Museen im Palazzo Toschi Mosca befindet sich auch das Keramik-Museum, das seine Besucher mit der gigantischen und suggestiven Medusa von Ferruccio Mengaroni willkommen heißt und eine Sammlung von mehr als 300 Exemplaren aufweist,von seltener und künstlerischer Schönheit aus der Sammlung Mazza, Majolika aus dem 16.-17.Jhr., in den Werkstätten von Pesaro, Urbino und Casteldurante (heute Urbania) hergestellt. Im Innern des Museums befindet sich die Pinakothek, unter zahlreichen Gemälden die berühmte Krönung Mariens von Giovanni Bellini, genannt das Altarbild von Pesaro (15.Jhr.) Im Museum Oliveriano, Sitz des gleichnamigen Amtes und der gleichnamigen Bibliothek, sind archäologische Funde aus Etrusker, vorromanischer und romanischer Zeit, die in der Gegend von Pesaro gefunden wurden, ausgestellt. Weitere sehenswerte antike Stätte sind die Gärten Giulii (Orti Giulii) mit antiker Stadtmauer und das gut erhaltene Stadttor (Porta Rimini) mit der alten Brücke (Ponte Vecchio). Nicht zu versäumen die gesammelten Werke der Künstler aus Pesaro im Museumspalast (Polo museale Palazzo) Montani Antaldi, aus der Fondation Cassa di Risparmia di Pesaro (Sparkasse). Es handelt sich um eine kostbare Ausstellung von Majolika, Gemälden, Skulpturen, Karten und erlesenen Stücken von Künstlern aus Pesaro; chronologisch angeordnet (14.Jhr. bis in die Gegenwart). Sehenswert sind auch die Kirchen; z.B. besonders bedeutsame wie der Dom mit seinen byzantinischen Mosaiken, die Kirche von S. Agostino mit seinem Chorgestühl aus Holz und seiner außergewöhnlichen Orgel, die Kirche del Nome di Dio, ein Beispiel an seltener sakraler Vollkommenheit, das Sanktuarium der Madonna delle Grazie. Für Liebhaber der modernen und zeitgenössischen Kunst finden Ausstellungen und Veranstaltungen im Zentrum für visuelle Kunst in den alten Fischmarkthallen statt. Ein besonderes Interesse werden Zentauren und Motorradliebhaber - in der Heimat der Motorräder - an einem Besuch im Oldtimer-Motorrad-Museum mit einer Privatsammlung von über 450 Motorrädern und dem historischen Gästebuch T. Benelli haben.
Historische Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Gradara ist leicht über die Panoramastraße durch den Regionalpark San Bartolo mit einem wundervollen Blick auf die Küste von Pesaro zu erreichen. Ein mittelalterlicher Ort umgeben von einer hohen Festigungsmauer aus dem XIII. Jhr. Die quadratisch angelegte Burg (XI. Jhr.) mit Ecktürmen ist ein eindrucksvolles Beispiel an militärischer Architektur, ausgestattet mit einer Waffen- und Torturenkammer, Wahrscheinlich ist sie die besterhaltenste Burg Italiens. Sie ist auch bekannt für die Liebesgeschichte von Francesca da Rimini e Paolo Malatesto, beschrieben in der "Göttlichen Komödie" von Dante.
Cartoceto, Zentralstelle für die Herstellung von Olivenöl Extra Vergine. Die Produktion erfolgt mittels einer authentischen Ölpresse. In einem vollkommen restaurierten Palast, zum Teil aus dem 15. Jhr., zum Teil aus dem 17. Jhr., ist der Ölherstellungsbetrieb untergebracht und besteht seit mehr als einem Jahrhundert. Die kleinen Hersteller aus der Gegend und den angrenzenden Gebieten benutzen diese Ölpresse, nach dem sie ihre Oliven gut aussortiert haben. Dem Besucher werden die einzelnen Produktionsabläufe gezeigt.
Urbino, Renaissancestadt und Hauptstadt des Herzogtums Montefeltro, hat Berühmtheiten wie Bramante, Barocci und Raffaello Sanzio, einer der größten Maler Italiens aller Zeiten, hervorgebracht. Mit Federico II hatte Urbino im XV Jhr. seine Blütezeit und wurde Kulturzentrum der westlichen Zivilisation. Die Stadt ist weltweit für ihre unschätzbaren Meisterwerke berühmt. Sie sind in der Nationalgallerie im Herzogspalast ausgestellt. Auf jeden Fall sehenswert: der Herzogspalast, die Universität (1506), die Kirche Sant’Agostino, das Oratorium San Giovanni Battista, das Geburtshaus von Raffaello usw. Von der Piazza hat man einen herrlichen Ausblick bis zu den Felsen von San Marino.
San Marino ist mit seinen 61 km² und ca. 25.000 Einwohnern die kleinste Republik der Welt; eine über Jahrhunderte gut erhaltene mittelalterliche Zitadelle mit bewundernswerten mittelalterlichen Häusern und malerischen Gassen. Das historische Zentrum ist ein einziges Monument auf dem Berg Titano, 750 m ü. M. Besonders sehenswert: der Regierungspalast, die Basilika, die Kirche des hl. Franziskus und die drei Befestigungen am Rand des Monte Titano ebenso verschiedene Museen.
San Leo (erbaut auf dem Montefeltro, der seinen Namen der gesamten Gebirgslandschaft gibt) liegt auf einer enormen, unpassierbaren Felsmasse, 589 m ü. M.. In der Burg wurde Graf Giuseppe Balsamo, bekannter unter dem Namen Cagliostro, gefangen gehalten und starb am 27. August 1795 dort. Wegen seiner uneinnehmbaren Position ist San Leo immer eine Zentralstelle für bürgerliche, militärische, religiöse und politische Ordnung gewesen. Im IV Jhr. schließ sich San Leo dem christlichen Glauben an. San Leo erlebte schwere Kämpfe und wurde von Monarchen, Herzögen und Republikanern erobert. Von 1632 bis 1860 gehörte San Leo zum Vatikanstaat. Sehenswert: die Pieve, heutzutage Sitzt des Museums und der Pinakothek und der Dom. Interessant sind das Panorama und das Ambiente.
Die Tropfsteinhöhlen von Frasassi, suggestiv und faszinierend, sind sie die naturalistische Hauptatraktion unserer Gegend und ohne Zweifel die aufregendste. Die Höhlen verlaufen unterirdisch über ca. 18 km innerhalb des Regionalparks Gola della Rossa und Frasassi; eine grüne Oase aus Geschichte und Kunst. Die speaktakulären Höhlen, die 1971 entdeckt und 1974 dem Publikum freigegeben wurden, sind bereits von über Zehnmillionen Menschen besucht worden. Während des ca. einstündigen Rundgangs sind kleine Seen, Stalaktiten und Stalakmiten, große Räume mit kristallinischen Arabesken und anderen Kunstwerken, die unwissentlich aus der Natur geschmiedet und durch Lichteffekte (v. Cesarini da Senigallia) hevorgehoben werden, zu bewundern.
Loreto, bewundernswert sind die Kuppel der Basilika und der Glockenturm sowie die mächtigen Bastionen. Man sagt, dass die Engel 1294 das Geburtshaus von Jesus Christus hierher gebracht haben, um es vor den Muslimen zu bewahren. Das Sanctuario (Heiligtum) ist immer schon ein Ziel für Pilger aus aller Welt.
Fano, bzw. Fanum Fortunae ist der Ausgangspunkt der antiken Via Consolare Flaminia. Die Stadt wurde 538 von den Goten zerstört und gehörte dann zur maritimen Pentakel mit Ancona, Pesaro, Senigallia e Rimini. Von den Langobarden unter Pipin 755 unterworfen ging die Stadt zur Kirche über. Im 12. Jhr. als freie Gemeinde, erkannte sie die Vormachtstellung von Venezia an und erhielt im Tausch dafür den Schutz der Republik für den Handel an der Adria, bis 1462 der Herzog von Montefeltro sie von der Signoria die Malatesta für den Kirchenstaat zurückeroberte. Unter Napoleon wird Fano dem Königreich Italien eingegliedert und mit dem Wiener Kongress wiederum dem Kirchenstaat zugeordnet. Im September 1860, dank der Macht des Generals Cialdini, wird die Stadt Teil des Königreichs Italien.
Gubbio, malerische, mittelalterische Stadt mit ihren charakteristischen Straßen, PLätzen und Monumenten. Eine wichtige romanische Stadt und ein antikes religiöses Zentrum; der Ort Egubina wurde von dem Volk aus Umbrien gegründet und erhielt den Namen Ikuvium am Fuß des Monte Igino. Später fiel die Stadt unter römische Herrschaft und wurde Iguvium genannt. Nach Ende des römischen Reichs wurde Gubbio mehrfach von nordischen Völkern erobert und zerstört. Ca. im XI. Jhr. erlebte die Stadt ihre Wiedergeburt; es folgte eine wichtige politische, soziale und künstlerische Zeit.
Perugia, die Stadt der Etrusker ist historisch ein Zentrum von großer Wichtigkeit, wie der Etruskerbogen, das Marziator, der Etruskerbrunnen. Im II. Jhr. wurde sie von dem Imperator Ottaviano belagert und erobert und "Augusta Perusia" benannt. Nach Untergang des römischen Reichs mußte die Stadt zahlreiche Invasionen hinnehmen bis sie im XI. Jhr. freie Stadt wurde. In dieser Zeit begann die Stadtplanung, die sie noch heute von anderen unterscheidet. Prachtbauten, Skulpturen und Gemälde von bedeutungsvollem Wert zeugen hiervon.
Jesi hat sehr alte Wurzeln und war ab 247 v.Chr. römische Kolonie (antiker Name Aesis), wurde im XI. Jhr. eine freie Stadt. Über Jahrhunderte stritten sich Malatesta, Sforza und Braccio da Montone um sie. Eine besondere Eigenschaft von Jesi ist die mittelalterliche Stadt umgrenzende Stadtmauer aus dem 4. Jhr. Sie wurde auf den Resten der alten römischen Mauer aufgebaut: es bestehen noch sechs Tore und Türme. Der Rundgang beginnt auf der Piazza Federico II, wo am 26. Dezember 1194 der Imperator Federico II di Svevia (Friedrich II aus dem Geschlecht der Staufen) in einem Zelt geboren wurde. Friedrich der II. ist auch unter dem Namen "Stupor Mundi" (das Erstaunen der Welt) bekannt, als Zeichen seiner unauslöschlichen intellektuellen Neugierde. Die Piazza Maggiore wird vom Theater Pergolesi, im Jahr 1790 erbaut, dominiert und nach dem aus Jesi stammenden Komponisten Giovanni Battista Pergolesi (geb. 1710) benannt. Pergolesi war ein produktiver Autor sakraler Kompositionen.
Ausflüge, Unterhaltung und Sport
- Aquafan, Riccione
- Otremare, Riccione
- Fiabilandia, Miramare di Rimini
- Italian in miniatura, Verbania di Rimini
- Mirabilandia, Ravenna
- Autodromo, Misano Adriatico









